Günther Uecker

Der bedeutendste Künstler Mecklenburgs, hat ein überaus reiches Werk geschaffen. Seine frühen Materialbilder um 1956, interaktive Aktionen und seine legendären Nagelarbeiten greifen Fragestellungen nach Dynamik, Leere oder der umgebenden Natur auf: Straße weiß gestrichen, 1961; Aktion Wald weiß, 1966; Sandspirale, 1970 oder Werkkomplexe wie Der Geschundene Mensch, 1992-1993 und die Wustrower Tücher von 2014 sind Beispiele dafür. Seine Werke sind in den Sammlungen der großen Museen der Welt vertreten.

Günther Uecker wurde 1930 in Wendorf (Mecklenburg) geboren und wuchs auf der Halbinsel Wustrow auf. Er studierte Malerei zunächst in Wismar und an der Kunstakademie in Berlin-Weißensee. Nach dem Aufstand des 17. Juni verließ er die DDR und siedelte nach Westberlin um. Von 1955 bis 1957 setzte er sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok fort. In dieser Zeit entstanden erstmals die für ihn typischen Nagelbilder. 1961 wurde Uecker Mitglied der Künstlergruppe ZERO. Er vertrat Deutschland 1970 auf der Biennale von Venedig und lehrte zwischen 1974 und 1995 als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf.

Günther Uecker